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GC Burg Overbach für Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Golfplätze stehen immer wieder in der Kritik wegen des Einsatzes von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Dass es auch anders geht, beweist der Golfclub Burg Overbach. 

Der GC Burg Overbach wurde als einziger Club in NRW von der UN-Dekade für Biologische Vielfalt ausgezeichnet und nahm aus den Händen des Geschäftsführers Stiftung Rheinische Kulturlandschaft Bonn Thomas Muchow Urkunde, Banner und den „Baum für die Vielfalt“ als Holz-Skulptur entgegen. Die Rundschau und der Bonner General-Anzeiger haben hierüber ausführlich berichtet.

Die Auszeichnung steht im Zusammenhang mit den internationalen Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020, wobei in Deutschland jede Woche ein Projekt ausgezeichnet wird, das einen besonderen Beitrag zur Erhaltung, nachhaltigen Nutzung oder Vermittlung der biologischen Vielfalt leistet. Insbesondere stehen hierbei auch Insekten im Fokus, für die es auf dem Mucher Golfplatz Insektenhotels gibt. Darüber hinaus bietet unsere Golfanlage die Heimat für 15 Bienenvölker, die von unserem Mitglied und Imker Friedel Gerhards betreut werden.

„Die biologische Vielfalt beschränkt sich eben nicht nur auf Naturschutzgebiete und geschützte Tiere und Pflanzen, sondern auf alle Flächen“, begründete Muchow die Entscheidung der zehnköpfigen Jury, den Mucher Golfplatz im Rahmen des Projektes „Golf und Natur – eine perfekte Symbiose“ auszuzeichnen. Das habe Vorbild-Charakter nicht nur im lokalen, sondern auch im überregionalen und nationalen Kontext. 

Schon im Jahr 2017 war der Golfclub vom Deutschen Golfverband im Rahmen dessen gemeinsamen Projektes mit dem Bundesamt für Naturschutz für sein umweltfreundliches Gesamtkonzept zu Natur und Landschaft, Pflege und Spielbetrieb, Umweltmanagement und Öffentlichkeitsarbeit ausgezeichnet worden. Auf den 80 Hektar Clubgelände sind Wildtiere wie Dachse, Füchse, Rehe und Wildschweine, Roter Milan und sogar der Eisvogel Zuhause. 

Zurück geht das Engagement des Golfclubs auf den früheren Platzwart Friedhelm Söntgerath, der damit begonnen hatte, den Golfplatz naturnah zu gestalten und zu pflegen. Sein Nachfolger, Detlef Rentz, führt dies zusammen mit Chef-Greenkeeper Ali Naseri weiter. 

Dr. Rainer Landwehr

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